januar04

Mittwoch, 28. Januar 2004

irgendwie

ist es immer etwas unangenehm auf dem weg zur arbeit kollegen zu treffen. kollegen, denen man ansonsten ausser "hallo" und "tschüss" nicht viel bis gar nix zu sagen hat. aber dann passiert das unausweichliche, man stapft im schnee nebeneinander her, versucht krampfhaft ein gespräch zu führen - welch ein glück, das es das thema "wetter" gibt - & ist heilfroh wenn endlich das büro erreicht wird. irgendwie bin ich für smalltalk sind sonderlich geeignet.

Dienstag, 27. Januar 2004

ich hab

mir eigentlich immer kinder gewünscht. wollte immer mal in meinem leben schwanger sein. hab mir das toll vorgestellt mit so einem dicken bauch durch die gegend zu laufen & essiggurken zu essen. allerdings hab ich mir nie ernsthaft darüber gedanken gemacht, wie sehr es den körper beansprucht diesen kleinen menschen zu produzieren. mir stösst es auf von essiggurken. ich dachte immer, schwanger sein ist dann anstrengend, wenn der bauch gross wird, der mitbewohner ständig auf die blase drückt & man durch sein zusätzliches gewicht droht vornüber zu kippen & auf die nase zu fallen. klingt ein bissi naiv. um ehrlich zu sein, hab ich mich jedenfalls nie drum gekümmert, informationen über die tatsächlichen herausforderungen einer schwangerschaft zu sammeln. & das ist wahrscheinlich gut so. einiges an kindern wär wohl weniger auf der welt, würd es nicht genug ahnungslose frauen geben. ich mag auf jeden fall jetzt schon nicht mehr. von mir aus könnten die 40 wochen plus geburt morgen vorbei sein. ich bin so müde, das ich eigentlich jeden moment drauf warte einzuschlafen & meine letzte hoffnung auf eine besserung dieser gemeinen übelkeit wirkt bisher noch gar nix. nein, ich bin heute gar nicht deprimiert, ich fühl mich nur so energielos. & was bitte könnte ich heute abend essen ohne meine übelkeit noch mehr zu provozieren & ausserdem ewiglang in der küche zu stehen? ich glaub ich fahr zum mäci.

Montag, 26. Januar 2004

mein pferd

hat jetzt erstmal pause von mir. hab ich überhaupt schon erzählt, das ich glückliche pferdebesitzerin bin? nein, dann mach ichs jetzt & seit gestern steht fest: bis klein glücklich das licht der welt erblickt hat, steig ich nicht mehr auf, es wird nicht mehr geritten. & wenn ich die monate so zusammenzähle wird daraus mehr als 1/2 jahr. schnüff, schon ein bisschen schade, ich kann mir im moment noch gar nicht vorstellen sooo lange nicht zu reiten. bisjetzt hatte ich ja noch ein gutes gefühl beim schwangerschaftsreiten, aber gestern dann ist mir schon im gemächlichen schritt ganz mulmig geworden, also bin ich abgestiegen & zu fuss zurück zum stall gegangen. ich habs ja gewusst! mein gefühl wird mir sagen, wann schluss mit reiten sein soll. jetzt muss ich mir erstmal ein alternativprogramm fürs beste pferd der welt überlegen, damit ihm die nächsten monate nicht langweilig wird & über ein bisschen urlaub ist es sicher auch nicht traurig. wihaha.

Donnerstag, 22. Januar 2004

before 1978

wenn du nach 1978 geboren wurdest, hat das hier nichts mit dir zu tun ...
verschwinde ...  kinder von heute werden in watte gepackt ...

wenn du als  kind in den 50er, 60er oder 70 jahren lebtest, ist es
zurückblickend  kaum zu glauben, daß du so lange überlebt hast.

als kinder saßen wir in autos ohne sicherheitsgurte, einfach so auf den
sitzen, ohne kindersitze oder sitzschalen und natürlich in fahrzeugen ohne
airbags.

unsere bettchen waren angemalt in strahlenden farben voller blei und
cadmium.

die fläschchen aus der apotheke konnten wir ohne schwierigkeiten öffnen,
genauso wie die flasche mit bleichmittel.

türen und schränke waren eine ständige bedrohung für unsere fingerchen.

auf dem fahrrad trugen wir nie einen helm.

wir tranken wasser aus wasserhähnen und nicht aus flaschen.

wir bauten wagen aus seifenkisten und entdeckten während der ersten fahrt
den hang hinunter, daß wir die bremsen vergessen hatten. damit kamen wir
nach einigen unfällen klar.

wir verließen morgens das haus zum spielen, blieben den ganzen tag weg und
mußten erst zu hause sein, wenn die straßenlaternen angingen. niemand wußte,
wo wir waren und wir hatten nicht mal ein handy dabei.

wir haben uns geschnitten, brachen knochen und zähne und niemand wurde
deswegen verklagt. ws waren eben unfälle. niemand hatte schuld außer wir
selbst. keiner fragte nach "aufsichtspflicht". kannst du dich noch an
"unfälle" erinnern? wir kämpften und schlugen einander manchmal bunt und
blau. damit mussten wir leben, denn es interessierte den erwachsenen nicht.

wir aßen kekse, brot mit butter dick, tranken sehr viel und wurden trotzdem
nicht zu dick.

wir tranken mit unseren freunden aus einer flasche und niemand starb an den
folgen.

wir hatten nicht: playstation, nintendo 64, x-box, videospiele, 64
fernsehkanäle, filme auf video, surround sound, eigene fernseher, computer,
internet-chat-rooms.

wir hatten freunde. wir gingen einfach raus und trafen sie auf der straße.
oder wir marschierten einfach zu deren heim und klingelten. manchmal
brauchten wir gar nicht klingeln und gingen einfach hinein. ohne termin und
ohne wissen unserer gegenseitigen eltern. keiner brachte uns und keiner
holte uns ... wie war das nur möglich?

wir dachten uns spiele aus mit holzstöcken und tennisbällen.
außerdem aßen wir würmer. und die prophezeiungen trafen nicht ein: die
würmer lebten nicht in unseren mägen für immer weiter und mit den stöcken
stachen wir nicht besonders viele augen aus.

beim straßenfußball durfte nur mitmachen, wer gut war. wer nicht gut war,
mußte lernen, mit enttäuschungen klarzukommen. 

manche schüler waren nicht so schlau wie andere oder sie hatten einfach
einen schlechten tag. sie rasselten durch prüfungen und wiederholten
klassen. das führte nicht zu emotionalen elternabenden oder gar zur änderung
der leistungsbewertung.

unsere taten hatten manchmal konsequenzen. das war klar und keiner konnte
sich verstecken. wenn einer von uns gegen das gesetz verstoßen hat, war
klar, daß die eltern ihn nicht aus dem schlamassel heraushauen. Im
gegenteil: sie waren der gleichen meinung wie die polizei. so etwas.

unsere generation hat eine fülle von innovativen problemlösern und erfindern
mit risikobereitschaft hervorgebracht. wir hatten freiheit, mißerfolg,
erfolg und verantwortung. mit alldem wußten wir umzugehen.

und du gehörst auch dazu? herzlichen glückwunsch.

Mittwoch, 21. Januar 2004

verdammt

weiss draussen vorm fenster. es schneit ganz wild & dicht & ich wünsch mir, das es gamz bald wieder aufhört. schnee in der stadt macht einfach keinen spass. ausserdem hab ich heute die turnschuh mit der glatten sohle an & bin mit der ubahn unterwegs. bäh. ich bin für sonnenschein.

shadows collide with people

heisst das neue album von meinem helden mit der gitarre & am 23. februar kommts endlich raus & ich geh rein ins plattengeschäft und kauf mir eines ganz für mich allein. der 23. wird ein guter tag, das weiss ich jetzt schon & darauf freu ich mich. danke john.

johni

Dienstag, 20. Januar 2004

koitusfrequenz

wenn sie 20 mal sex haben im monat, liegt die statistische wahrscheinlichkeit, dass sie schwanger werden, bei 42.9%.

unglaublich was es für statistiken gibt! & unglaublich das bei so einer - ich finde doch recht hohen - koitusfrequenz die schwangerschaftswahrscheinlichkeit immer noch nicht mal 50% beträgt. ich meine, wie oft müsste man dann ran, damit man knapp an die 100% kommt? ich bin jedenfalls überrascht & stelle fest das bei mir diese statistische wahrscheinlichkeit geschlafen hat.

(im übrigen ist "koitusfrequenz" selbst ein unglaubliches wort finde ich. mögliches wort 2004? was meinen sie frau neuro? :o)

laut

einem chinesischen empfängniskalender, - angeblich laut untersuchungen zu etwa 90% sicher - der sich aus alter der mutter und monat der empfängnis berechnet sollte das baby ein junge werden. hm - aber ich bin doch irgendwie so auf ein mädchen eingestellt. & ausserdem & vorallem find ich überhaupt keinen jungen-namen, der mich wirklich begeistert. & für ein mädi hab ich so einen entzückenden. ich bin ja mal gespannt, ob mir der herr doktor beim nächsten termin sagen kann, ob die chinesen recht haben oder sich doch möglicheriweise irren. abwarten & weiterbrüten.

Freitag, 16. Januar 2004

meine stimmung

ist explosiv. äusserst. o.k., ich bin nicht erst seit heute mies drauf aber heute, da könnte ich in die luft gehen. am liebsten würd ich mich wie ein käfer auf den boden werfen, mit den beinen strampeln & laut weinen & schreien, bis mir die luft ausgeht. wahrscheinlich ist der schlafmangel auch nicht unschuldig dran & hab ich schon erwähnt das ich beziehungsdiskussionen nicht leiden kann? ich hab einfach keinen nerv dafür. ich hab keine lust mir gedanken darüber zu machen. ich meckere. ja, ich weiss, das ich meckere. ich fühl mich einfach danach. & darum mag ich am liebsten allein sein, dann kann niemand angemeckert werden & ich brauch keine rücksicht zu nehmen. ich bin einfach keine juhu-ich-bin-schwanger-frau-ich-fühl-mich-prächtig-alles-wird-gut-ich-bin-ja-ach-so-optimistisch. ja, natürlich wär ich gern ein bissi optimistischer, aber verdammt nochmal ich kann mir das nicht aussuchen. optimismus gibts nicht für 1,99 im supermarkt! heute ist wieder mal einer der tage, wo ich am liebsten vor allem davonlaufen würd. eine pause von mir selbst täte mir verdammt gut.

doch

das zeitlose in euch
ist sich der zeitlosigkeit
des lebens bewusst und
weiss, dass gestern nichts
anderes ist als die erinnerung
von heute und morgen
der traum von heute

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